Sieben einsame Wanderer und ein Hund im Ith

Nur die Harten kommen in den Garten, oder 7 einsame Wanderer und ein Hund im Ith

8.30 Uhr - Frühstück bei Sonnenschein, da können wir ja die Brote und den Kaffee für die geplante Wanderung in den Rucksack packen.
9.00 Uhr - wollen wir absagen, oder fahren wir zum Treffpunkt? Die Sonne hat sich hinter dicken Regenwolken - es regnet, es schneit, ein Wetter um zu Hause zu bleiben.
Wir beschließen, die Wanderung nicht abzusagen.
11.00 Uhr - Klaus, unser Hund Holly und ich haben den Treffpunkt in Coppenbrügge sofort gefunden. Herbert, Rita und Rosi sind schon da. Einige Minuten später kommen Jutta und Sarah (11 Jahre).
Wir fahren noch ein Stück mit dem Auto zum Felsenkeller. Mittlerweile regnet es wieder und ein eisiger Wind bläst uns ins Gesicht. Wir gehen ein Stück unten am Ith entlang und gelangen dann auf matschigen Wegen in den Wald.
Rita hat ihre Wanderstöcke dabei; eine große Hilfe auf dieser Strecke. Wir müssen über umgefallene Bäume und herabgefallene Äste klettern. Der Weg ist manchmal nicht zu erkennen.
Wer jetzt den Eindruck hat, dass kann doch keinen Spaß machen, der irrt sich. Spätestens auf dem letzten Anstieg zum Kammweg wurden wir belohnt. Uns erwartete eine wunderschöne Winterlandschaft.
Auf dem Weg zum Mönchsstein, pfiff der Wind wieder erbarmungslos.
Unsere Rast dauerte nicht lange, ohne Bewegung kühlt man zu schnell aus. Uns rettete der Bullenschluck von Herbert und Rita. Für Sarahs kalte Finger hatte Klaus glücklicherweise noch einen Handwärmer im Rucksack.
Der Abstieg durch die Teufelsküche ins Tal war matschig und rutschig. Unser vierbeiniger Mitwanderer hatte keine Probleme und lief voraus. Einige Damen zogen es jedoch vor, ihren Po zu Hilfe zu nehmen.
Jutta, die uns eigentlich auf einen breiten Weg nach Coppenbrügge zurückführen sollte (Anweisung von Vladi) sucht immer noch nach einer passenden Ausrede für ihn.
14.30 - Uhr Unverletzt und immer noch bei guter Stimmung erreichen wir den Felsenkeller. Es schneite und regnete nicht mehr. Die Sonne schien zur Begrüßung am Parkplatz. Wir waren rundum zufrieden und beschlossen, die Wanderung im Frühjahr zu wiederholen.
PS: Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur ungeeignete Kleidung.

Gerda Lehnert