Kreuz und quer durch’s Gurkenland!

Kreuz und quer durch’s Gurkenland! Der Spreewald stand schon sehr lange auf meiner Wunschliste und so war ich hoch erfreut, in Klaus Lehnert bei der JHV einen Gleichgesinnten gefunden zu haben. Schnell war der Termin vereinbart und als Basislager wählten wir den Spreewald Natur-Campingplatz (www.spreewaldcamping.de) aus. Der Platz liegt idyllisch im Schlosspark von Lübbenau. Es ist alles auf dem Platz vorhanden wovon ein Camper und Paddler träumt. Vom Platz kann man direkt über bequeme Stege (Höhe zwischen Wasserspiegel und Steg rd. 25 cm) einsetzen (mit und ohne hilfreiche Hände) und über die vielen Fließe den sehr reizvollen Spreewald erpaddeln. Klaus war bestens mit gutem Kartenmaterial und von ihm am PC entwickelten und ausgedruckten Routen ausgestattet, so dass wir in dem teilweisen Wirrwarr der Fließe uns gut zurecht fanden. Gutes Kartenmaterial war wichtig, denn leider mussten wir feststellen, dass die Wegweiser sehr oft nicht lesbar waren. Mit viel Geschick sind diese oft aus Brettern geschnitzt, die Buchstaben aber haben wohl nie eine Farbe gesehen, so dass Buchstaben und Holzbrett im gleichen Farbton „leuchteten“ – nämlich dunkelbraun bis schwarz. Im Ergebnis waren diese naturnahen Hinweisschilder kaum oder nicht lesbar. Unser Versuch, einen mit Schildchen ausgewiesenen Rundweg zu paddeln ging daneben, da nach einer gewissen Zeit die Schildchen im Wald nicht mehr auffindbar waren. Deutlich davon hoben sich die Sperrschilder ab! Die in Rot-Weiß-Rot gehaltenen quergestreiften Schilder (wie österreichische Flagge!) sprangen uns selbst aus dem Dunkel der Wälder förmlich ins Auge. Da half uns Karte und/ oder GPS weiter! Der Touristikverband täte gut daran, für eine einheitliche und weithin lesbare Beschilderung zu sorgen. Das Wasserwandern auf den Fließen war ein Genuß! Kein umgestürzter Baum behinderte unser Fortkommen. Neue Schleusen mit Selbstbedienung und oder mit Rollenwehren ausgestattet erleichtern das Überwinden der Stauhöhen von rd. 20 – 50 cm. Vielerorts ermöglichen „Seniorenpfähle“ ein leichteres Ein- und Aussteigen aus ihren Kajaks. Solche Hilfen wünsche ich mir auch am Steinhuder Meer (vielleicht schon montiert?)! Wem dieses alles zu viel ist, dem stehen mancherorts hilfsbereite „Schleusenwärter“ zur Seite, die gegen ein paar Münzen die Schleusung durchführen. Natürlich erlebten wir auch „Kahn-/ Bootsbetrieb“ auf den Fließen! Im Bereich von Lübbenau/ Lehde und in Leipe kann es durchaus auf dem Wasser eng werden. Wir konnten dieses am letzen Sonnabend erleben und richtig eng dürfte es dann in der Hauptsaison werden. Die vielen am Ufer geparkten Spreewaldkähne lassen nichts Gutes ahnen. In Lehde besteht daher eine Einbahnstraßenregelung, die man als Paddler unbedingt beachten sollte. Die gestakten Touristenkähne haben Vorfahrt. Deren Bremsweg ist lang und deren Masse im Verhältnis zu einem Einer-Kajak ungleich sehr viel höher. Ich möchte von denen nicht „untergepflügt“ werden. Glück hatten wir mit dem Wetter. Die tagsüber wenigen Schauer störten uns nicht – es herrschte wechselhaftes Wetter mit teilweise heftigen Regen in der Nacht. An regnerischen Tagen bietet sich alternativ auch der Besuch von Lübbenau und der näheren Umgebung an. Uneingeschränkt waren es für uns wunderschöne, sehr ruhige und erholsame Paddeltouren. Die Stille auf den meisten Fließen, die frisch im Grün stehende Natur, der Gesang bekannter und unbekannter Vogelarten und das noch Fehlen massenhaft auftretender Mücken lassen uns den Spreewald in sehr guter Erinnerung behalten. Ach ja - das Gurkenland – vom Kajak aus kann man die Gurkenfelder nur erahnen, aber gekostet und gekauft habe ich eingelegte Gurken, die an vielen Ständen angeboten werden. Wilfried Löbel 14.5.2014

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